Ruth Möser - TTP-Stiftung

TTP - kurz für "Thrombotisch-Thrombozytopenische Purpura", auch Moschcowitz-Syndrom genannt - bezeichnet eine noch weitgehend unerforschte und in der medizinischen Praxis zu selten diagnostizierte Blutkrankheit. Diese Autoimmunerkrankung kann durch Virusinfektionen, Tumoren oder auch durch Medikamente ausgelöst werden, die in der Krebsbehandlung eingesetzt werden. Ruth Möser, die junge Frau, nach der diese Stiftung benannt ist, erkrankte im Alter von 26 Jahren erstmals an Brustkrebs. Die zur Behandlung eingesetzten Chemotherapien unter dem Einsatz von Zytostatika entwickelten bei ihr als Nebenwirkung TTP. Ein Jahr lang war sie im Klinikum der Mainzer Universitätsmedizin in stationärer Behandlung - dreimal wöchentlich musste sie zur Dialyse, hatte epileptische Anfälle und über 100 Mal wurde ihr Blutplasma ausgetauscht. Ende 2006 völlig entkräftet aus dem Krankenhaus entlassen, schöpfte Ruth Möser neue Zuversicht und neuen Lebensmut. Am 28. Februar 2008 verstarb Ruth Möser während einer Operation zur Entfernung des Brustdrüsengewebes infolge der massiven Erschöpfung und Schwächung ihres Körpers und ihres Immunsystems.

Mit der "Ruth Möser - TTP-Stiftung" und ihren Mitteln wollen die Eltern und der Lebensgefährte Ruth Mösers helfen, die Erforschung des Krankheitsbildes TTP voranzutreiben und Betroffenen und deren Familien zu helfen. In Form von Spenden unterstützt die Stiftung insbesondere die Forschungsvorhaben von Prof. Inge Scharrer, III. Medizinische Klinik und Poliklinik der Mainzer Universitätsmedizin, Hämatologische Ambulanz.

Für die Erforschung der lebensbedrohlichen Krankheit TTP überreichte die Ruth Möser - TTP-Stiftung am 17. Februar 2009 einen Scheck in Höhe von 2.500 Euro an die III. Medizinische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Das Geld soll für die Gewinnung von Erkenntnissen bei der Differenzierung von Antikörpern eingesetzt werden. Diese spielen bei der Auslösung eines TTP-Schubs eine entscheidende Rolle.