Einsatz für das Gemeinwohl: Ministerpräsidentin Malu Dreyer verlieh zwölf Frauen und Männern den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz

Foto: © Staatskanzlei RLP / Sämmer

Mit der emeritierten Genetikprofessorin Elisabeth Gateff und Otto Boehringer befinden sich darunter auch eine Förderin und ein Förderer der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

02.12.2015

Die neuen Ordensträgerinnen und -träger engagieren sich in den unterschiedlichsten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, von der Förderung kultureller und geschichtlicher Projekte über Forschungsförderung und soziale Hilfsprojekte bis hin zum Natur- und Umweltschutz. Die Mainzer Professorin Elisabeth Gateff wird für ihre Verdienste im wissenschaftlichen Bereich ausgezeichnet. Für ihre Forschung, mit der sie nachwies, dass Krebs eine genetische Grundlage hat, erhielt sie mehrere renommierte Preise. Seit Jahren tritt  sie als großzügige Förderin des Botanischen Gartens der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Erscheinung. Mit großem Engagement hat sie maßgeblich zu seiner Attraktivität beigetragen und ihm einen herausragenden Stellenwert als Bildungseinrichtung verschafft. Mit einer großen Privatspende hat sie im Jahr 2008 den Bau der Grünen Schule im Botanischen Garten auf den Weg gebracht. Als 1998 der Freundeskreis des Botanischen Gartens gegründet wurde, zählte Elisabeth Gateff zu den ersten Mitgliedern dieses für den Garten so wichtigen Vereins.

Otto Boehringer engagiert sich seit 1991 als Vorsitzender der Boehringer Ingelheim Stiftung. Zweck der 1977 gegründeten gemeinnützigen Stiftung ist die ausschließliche und unmittelbare Förderung der medizinischen, biologischen, chemischen und pharmazeutischen Wissenschaft. Aus Anlass des 125-jährigen Jubiläums des Unternehmens Boehringer Ingelheim im Jahr 2010 fördert die Stiftung den wissenschaftlichen Betrieb des Institut für Molekulare Biologie (IMB) an der JGU mit insgesamt 100 Millionen Euro. Das Forschungszentrum ist ein Paradebeispiel gelungener Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und einer privaten Stiftung: das Land Rheinland-Pfalz hat rund 50 Millionen Euro für einen hochmodernen Neubau bereitgestellt.

Auch die Ordensträger Dr. Elmar  Rettinger und Dr. Dieter Römheld  engagieren sich für die Johannes Gutenberg-Universität. Mit großem Engagement hat sich Dr. Rettinger über viele Jahre haupt- und ehrenamtlich der geschichtlichen Landeskunde gewidmet. Von 1981 bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand im vergangenen Jahr war er am Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig, zuletzt als Geschäftsführer des Instituts. Darüber hinaus unterstützt er zahlreiche Mainzer Vereine mit seinen Fachkenntnissen, wie zum Beispiel das Stadthistorische Museum. Dr. Dieter Römheld wird für sein langjähriges Engagement im Aufsichtsrat der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz geehrt. Seine Erfahrungen als erfolgreicher Unternehmer wurden von den Leitungen der Kliniken und Instituten der Universitätsmedizin anerkannt und außerordentlich geschätzt. Darüber hinaus gehört er dem Kuratorium der Stiftung Universitätsmedizin an und engagiert sich im Beirat der Mainzer Hospizgesellschaft und als Mitglied im Aufsichtsrat der gemeinnützigen Mainzer Hospiz GmbH. Weitere Landesverdienstorden wurden in diesem Jahr an Karin Burgemeister, (Lampertheim Eberhard Cherdron (Speyer), Dr. Michael Dietzsch (Bitburg), Hans-Dieter Gassen (Brey), Dr. Michael Geiger (Landau in der Pfalz), Rita Lanius-Heck (Oberwesel), Lotte Pfeffer-Müller (Ludwigshöhe) und Professor Dr. Gerhard Trabert (Selzen).

In Rheinland-Pfalz engagieren sich mehr als 1,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger ab einem Alter von 14 Jahren. Das sind 42 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer, so viele, wie in fast keinem anderen Bundesland. Der Landesverdienstorden wurde in diesem Jahr zum 34. Mal verliehen. Er wird seit 1982 vergeben und ist die höchste rheinland-pfälzische Auszeichnung, mit der herausragende Verdienste um das Land Rheinland-Pfalz und seine Bürgerinnen und Bürger gewürdigt werden. Seit 1982 wurde er 1.086 Mal verliehen.