Alexander Karl-Stiftung

Im Juli 2000 rief Alexander Karl, Geschäftsführer und Inhaber des BMW-Autohauses Karl+Co, die Alexander Karl-Stiftung ins Leben, die der unmittelbaren Förderung von Wissenschaft und Forschung auf den Gebieten der Betriebswirtschaftslehre, der Rechtswissenschaft und der Medizin dient. Insbesondere unterstützt die Stiftung konkrete Projekte der Fachbereiche Medizin sowie Recht und Wirtschaft mit den Zielrichtungen Automobilwirtschaft, Automobiltechnik und medizinische Aspekte der motorisierten Mobilität.

Alexander Karl übernahm 1954 als Juniorchef den Auf- und Ausbau des 1929 in Mainz gegründeten väterlichen Betriebes, der zunächst amerikanische Autos, später auch die Marken Auto-Union und Büssing vertrieb und seit 1953 zusätzlich als BMW-Händler fungiert. Alexander Karl konnte seine eigenen Studienwünsche aufgrund der Kriegs- und Nachkriegssituation und der damit verbundenen Notwendigkeit, den väterlichen Automobilbetrieb zu übernehmen, nicht realisieren. Dies und seine Verbundenheit zu Mainz und zur hiesigen Universität motivierten ihn zur Gründung der Alexander Karl-Stiftung zugunsten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit zunächst 300.000 Euro Grundkapital.

In der Zwischenzeit hat die Alexander Karl-Stiftung eine Vielzahl von Forschungsprojekten in den Bereichen der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und der Medizin gefördert, so u.a. das Forschungsvorhaben "Innerstädtische Verkehrspolitik als Element des Stadtmarketing" von Dr. Urban Mauer am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Die Vergabe der 10.800 Euro an das Projekt von Dr. Urban Mauer hielt Alexander Karl für absolut sinnvoll: "Zumal im Hinblick auf den Stiftungszweck hier eine Arbeit unterstützt wird, die letzten Endes auch den Zielen der Automobilwirtschaft dient."

Ende 2008 überreichte Alexander Karl im Namen der Stiftung dem Kanzler der Universität Mainz, Götz Scholz, einen Scheck in Höhe von 30.000 Euro, mit denen beispielsweise in den Wirtschaftswissenschaften einige Projekte im Bereich Controlling und Marketing unterstützt werden können. "Ausgewählte Studenten werden durch diese Spende auch eine Art Stipendium erhalten. Mit diesem können sie sich ihren Lebensunterhalt finanzieren, während die an ihrer Doktorarbeit schreiben", so Scholz.

Für sein herausragendes Engagement um die Förderung von Wissenschaft und Forschung für die Universität Mainz erhielt Alexander Karl am 22. Juli 2005 die Diether von Isenburg-Medaille. Alexander Karl ist am 3. Oktober 2009 nach langer Krankheit im Alter von 78 Jahren verstorben.