Universitätssammlungen

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) verfügt über zahlreiche wissenschaftliche Sammlungen, die ein breites Spektrum an Objekten aus den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften umfassen:
An unterschiedlichen Fachbereichen, an der Universitätsbibliothek und am Universitätsarchiv sind klassische akademische Objektbestände wie ein Herbarium und eine archäologische Abgusssammlung verortet, aber auch ungewöhnliche und einzigartige Sammlungen wie das Archiv für die Musik Afrikas und die Sammlung Energieparcours.

Wissensspeicher und Vermittlungsorte
Eine Reihe von Sammlungen wurde gezielt für Lehre und Forschung aufgebaut, andere sind deutlich älter als die JGU und wurden von externen Institutionen und Sammlern übernommen. Sie alle stellen zentrale Infrastrukturen der Universität dar und sind gerade heute aufgrund der fortschreitenden Virtualität wichtige reale Wissensspeicher und Vermittlungsorte.
Viele von ihnen werden regelmäßig in der Lehre eingesetzt oder sind zentrale Bestandteile von Forschungsprojekten. Denn auf ein Lehren, Lernen und Forschen an konkreten Objekten kann trotz moderner Vermittlungsmedien in vielen Disziplinen nicht verzichtet werden. Andere Sammlungen dokumentieren die Forschung und Lehre der vergangenen Jahrzehnte und bilden die Grundlage für unser heutiges wissenschaftliches Verständnis. Sie alle spiegeln die Geschichte der JGU wider, aber auch die wissenschaftshistorische Entwicklung weit über diese hinaus.

Schnittstelle zwischen Universität und Öffentlichkeit
Für die außeruniversitäre Öffentlichkeit sind die Sammlungen von besonderer Bedeutung, da sie wissenschaftliches Denken und Arbeiten anschaulich und begreifbar vermitteln. Alumni, zukünftige Studierende, Kindergartenkinder und Schüler, historisch oder fachspezifisch Interessierte – die Sammlungen sprechen durch ihre Herkunft aus unterschiedlichen Disziplinen und ihre Verknüpfung mit der Universitäts-, Wissenschafts- und Stadtgeschichte viele an.
Sie bilden lebendige Schnittstellen zwischen Universität und Öffentlichkeit und sind häufig in öffentliche Veranstaltungsprogramme wie z. B. den „Mainzer Wissenschaftsmarkt“ eingebunden. Mit der „Schule des Sehens“, einem interdisziplinären Ausstellungsraum auf dem Campus, der im November 2014 eröffnet wird, erhalten sie weitere Sichtbarkeit und laden zum Dialog ein. Auf diese Weise tragen sie zur Verankerung der Universität in der Stadtgesellschaft bei.

Wir brauchen Ihre Unterstützung!
Trotz dieser wichtigen Funktionen sind viele Sammlungen nur unzureichend ausgestattet, untergebracht und erschlossen. Sie zu pflegen und zu erhalten, weiter auszubauen, in interdisziplinäre Lehrprojekte sowie überregionale Forschungsverbünde einzubinden und weiter im öffentlichen Bewusstsein zu verankern – all dies erfordert neben Engagement auch finanzielle Mittel.
Mit der Schaffung der Stelle einer zentralen Sammlungsbeauftragten für zwei Jahre ist ein erster wichtiger Schritt zur systematischen Erfassung der Sammlungen an der JGU, zu ihrer Vernetzung sowie zur Entwicklung gemeinsamer Standards getan. Für weitere konkrete Projekte brauchen wir aber Ihre Unterstützung: So möchten wir mit Ihrer Hilfe die Restaurierung und Digitalisierung von Einzelbeständen durchführen, die Sammlungen in einem virtuellen Universitätsmuseum, wechselnden Ausstellungen in der „Schule des Sehens“ und Vortragsreihen der Öffentlichkeit präsentieren sowie ihre wissenschaftliche Auswertung durch Tagungen und Publikationen vorantreiben.

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